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Poetry Slam ist eine lebendige Form des literarischen Exzesses. Die Teilnehmer müssen als einzige Voraussetzung den Mut mitbringen, sich in der ersten Runde bis zu 7 Minuten auf der Bühne zu bewähren.Es ist dabei keineswegs hinderlich, Texte vorzutragen. Eigene Texte natürlich. Als Hilfsmittel ist so ziemlich alles erlaubt, was den Damen und Herren das Leben leichter macht. Das Publikum kann sich das alles anhören, es muss aber nicht. Das ist das schöne an diesem etwas verqueren literarischen Salon. Wenn es einem zu viel, zu obszön, zu betroffen oder vielleicht auch zu gut wird, dann darf man als Publikum die Vortragenden auch mit allen Mitteln des guten Geschmacks von der Bühne bitten. Klatschend, rufend, singend, tanzend, wie auch immer. Man hat schließlich Eintritt bezahlt und bei jedem schlechten Vortrag sterben unwiderbringlich wichtige Teile des Verstandes ab.In der Vergangenheit haben sich Oldenburger Publikum und Slammer sehr verständnisvoll gegeneinander gezeigt. Um hier ein wenig Zug zu etablieren, behalten es sich die Veranstalter vor, arge Betroffenheitslyrik mit Hesse nicht unter drei Gesamtausgaben zu ahnden.Das Publikum nimmt die Rolle der Jury ein. Zu Beginn der Sendung melden sich Freiwillige, die einzelne Vorträge mittels ganzzahliger Punkte von 0 für nicht so gut bis 10 für ganz ordentlich bewerten. Nachdem die erste Runde überstanden ist, dürfen die drei Punktbesten in das Finale einsteigen. Hier zeigen sie innert 3 Minuten noch einmal, was eine Harke ist, bzw. was nicht.
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